Sonntag, 27. Mai 2018

DIY Maniküre Zuhause- Schritt für Schritt mit Produkten aus der Drogerie

Ich lackiere meine Nägel sehr viel, weil ich einfach Spaß an Nagellacken und Nailart habe. Außerdem lege ich viel Wert darauf, dass meine Nägel ordentlich gefeilt, gepflegt und lackiert sind.
Natürlich spricht absolut nichts dagegen sich von Zeit zu Zeit eine professionelle Maniküre im Salon zu gönnen (es sei denn, man hat wie ich Angst vor Infektionen und Keimen, weil vielleicht nicht so auf Hygiene geachtet werden könnte...), aber ich mache es gerne selber Daheim mit Produkten aus der Drogerie.



Anmerkung
Die Produkte die ich euch vorstelle, habe ich von meinem eigenen Geld gekauft. Sie sind überwiegend erhältlich bei der Drogerie Rossmann, aber ich wurde weder dazu aufgefordert sie zu verwenden noch ist irgendwer an mich herangetreten oder hat diesen Post gesponsert oder bezahlt. Ich verwende diese Produkte schon seit einiger Zeit selbst und teile hier meine ehrliche Meinung mit euch! Ich arbeite mit keiner der Marken zusammen, noch habe ich in der Vergangenheit mit ihnen zusammen gearbeitet. Da ich über diese Marken schreibe, kann dies als Werbung verstanden werden, aber wie gesagt: ich habe rein gar keinen Nutzen davon.
Hygiene ist natürlich oberstes Gebot, es versteht sich von selbst, dass Feilen etc stets gereinigt und desinfiziert werden sollten,um keine Bakterienherde heranzuzüchten. Ich verletze niemals die Nagelhaut, teile meine Feilen und Scheren auch nicht mit anderen und wasche mir zwischendurch immer die Hände.
Ich bin keine Kosmetikerin oder ausgebildete Nagelfachfrau (...), ich zeige euch nur, wie ich selbst meine Nägel mache. Bitte informiert euch selbst bevor ihr loslegt, es ist euer Körper.
So, wie ich meine Nägel mache, ist nicht der professionelle Weg, es sind die Schritte, die ich für mich als gut empfinde.


Vorher- Nachher
Auf dem Vorher- Bild sieht man ganz deutlich, warum es Zeit war für eine Maniküre. Die Nägel sind völlig aus der Form, die Nagelhaut ist gut gewachsen. 
Auf dem Nachher- Bild haben die Nägel wieder meine bevorzugte Form, die Nagelhaut sieht nicht mehr so üppig und trocken aus und die Nägel wirken einfach viel gepflegter


Nun zeige ich euch, wie ich zu diesem Ergebnis gekommen bin.


Was verwende ich und was tue ich damit??
Nagelölpflegestift: Ideal für die kleine Pflege zwischendurch, durchfeuchtet die trockene Nagelhaut und das Nagelbett.
Cuticle Remover: Entfernt sanft überschüssige Nageljaut. Unbedingt die Warnhinweise auf den Fläschchen lesen, bevor ihr das Produkt anwendet. Wer es natürlicher mag: Nach dem Baden/Duschen lässt sich die Haut ebenfalls sehr leicht zurückschieben.
Glasnagelfeile: Sie kürzt und formt sanft den Nagel, ohne seine Struktur und die einzelnen Schichten aufzurauen.
Rosenholzstäbchen: Super geeignet, um sanft die Nagelhaut zurück zu schieben.
Nagelfeile: Das wohl klassischste und "verteufelste" Modell. Sie ist sehr scharf und grob zum Nagel, daher verwende ich sie wirklich nur wenn ich die Seiten begradigen will, weil da die Glasnagelfeile nicht hinkommt.
Nagelschere: Achtung, das soll man nicht machen!! Ich schneide damit überschüssige Hautfetzchen rund um den Nagel weg. Es gibt Dutzende Gründe, warum das ungesund ist, Daher vermeide ich es, aber manchmal kommt sie dennoch zum Einsatz.

Ich verwende mit Nagellackentferner getränkte Wattepads um Nagellack von meinen Nägeln zu entfernen. Am liebsten verwende ich die Wattepads der holländischen Drogeriekette Kruidvat, diese sind schön fest und fusseln nicht auseinander. 
Der Isana Nagellackentferner funktioniert einfach für mich am allerbesten, er entfernt wirklich zuverlässig und schnell auch hartnäckigere Nagellacke.
Das Bioil verwende ich als Nagelöl- oh mein Gott, das funktioniert wirklich super! Es ist so leicht, zieht schnell ein und durchfeuchtet wirklich sehr lange Zeit.

Nur der Sally Hansen Nailhardener ist für mich ein tolles Produkt, ihn verwende ich als Unterlack, das Fläschchen ist schon so gut wie geleert.
Das essence 2in1 Produkt ist ok, aber nachkaufen würde ich es mir nicht. Als Überlack trocknet er bei mir einfach nicht, als Unterlack macht er aber seinen Job.



1. Alten Nagellack entfernen
Bevor neuer Lack lackiert werden kann, muss logischerweise zunächst der alte Nagellack herunter.
Wer keinen Peel off Basecoat (Unterlack) verwendet hat, der muss auf in Nagellackentferner getränkte Wattepads zurückgreifen.
Ich lege diese immer für ca. 10-15 Sekunden auf den Nagel und drücke sie an, dann kann ich den Nagellack ganz leicht abwischen.

Dies funktioniert übrigens auch bei leichten Glitzerlacken:
In Nagellackentferner getränktes Wattepad auf dem Nagel leicht andrücken, dann geht der Glitzerlack deutlich leichter mit diesem Nagellackentferner bei mir ab.
Ich würde aber direkt empfehlen einen Peel off Basecoat zu verwenden, wenn Glitzernagellack verwendet werden soll. Ich habe einen von Artdeco, der funktioniert zwar, aber nachkaufen werde ich ihn mir nicht. Also suche ich momentan noch nach meinem Top- Produkt in dieser Kategorie, ich habe aber noch einen weiteren hier, den ich noch ausprobieren werde und einen, den ich noch kaufen will um ihn auszuprobieren...


So sehen meine Fingernägel nackt, ohne Nagellack aus. Die Form ist ok... schaut man allerdings genauer hin, sind die Nägel völlig aus der Form, mal breiter als der Fingernagel daneben, unterschiedlich gerundet und von der trockenen, gewachsenen Nagelhaut wollen wir gar nicht erst anfangen...
Also, es geht los :-D


2. Nagelseiten begradigen 
Ich beginne wirklich immer so, dass ich zuerst die Ränder korrigiere, ja,... ich verwende dafür eine böse, sehr grobe Feile. Einfach nur deswegen, weil an den Seiten die schonendere Glasnagelfeile nicht hinkommt und so immer etwas Nagel stehen bleiben würde. Für die Formgebung rate ich davon ab, die grobe Diamantfeile zu nehmen, sie raut den Nagel zu sehr auf, er kann in seinen Schichten splittern oder reißen, oder sogar abbrechen.
Die Glasnagelfeile verwende ich, um den Nagel zu kürzen und ihm meine gewünschte Form zu geben.
Dabei feile ich immer nur in eine Richtung (keine Sägebewegungen!), ich beginne mit wenig Druck am Rand, runde zur Mitte hin mit etwas mehr Druck. Dadurch entsteht eine Rundung beim Feilen.


3. Nagelhaut entfernen
Wusstet ihr eigentlich, dass wirklich nur diese trockenen, weißen Hautfitzelchen tatsächlich Nagelhaut sind?
Sie ist immer da, ist aber nicht immer sichtbar. Wenn der Nagel wächst und sich aus dem Nagelbett herausschiebt, wird sie erst sichtbar, die unschöne dünne Haut auf dem Fingernagel.
Sie ist weder gefährlich, noch ungesund, sondern im Gegenteil völlig normal. 
Wenn man allerdings gerne Nagellack trägt, stört sie das ästhetische Ergebnis:
Der Lack zeichnet sich auf ihr sehr unschön ab und hält auch weniger gut, weil so immer eine "Schwachstelle" ist, an der Wasser durch kann. Nagelhautreste sind einer der Gründe, warum Nagellack nicht gut hält.





Um Nagelhaut zu entfernen, eignen sich viele verschiedene Produkte. Man kann natürlich auch auf jegliche zusätzlichen Produkte verzichten und nach dem Baden/ Duschen mit dem Fingernagel sanft und vorsichtig die Nagelhaut zurückschieben.
Oder man verwendet ein Produkt, welches die Nagelhaut aufweicht, so lässt sie sich mit einem Hufstäbchen oder einem Rosenholzstäbchen leicht zurückschieben.

Gefeilt, geformt und mit zurück geschobener Nagelhaut sieht der Daumen viel besser aus! Die Nagelhaut ist wieder durchfeuchtet und gepflegt, ich glätte übrigens grundsätzlich nicht mehr die Oberfläche des Nagels. Grund: ich will den Nagel nicht schwächen, indem ich Schichten abtrage, ich glaube, dass der Nagel dann schwächer und dünner wird und so leichter reißt oder bricht.
Wenn Nagellack drauf ist, sieht man die Rillen ohnehin nicht mehr...


4. Hände waschen und Pflege auf die trockene Nagelhaut auftragen (bei Bedarf)
Gerade nach dem Feilen kann viel feiner Staub oder Nagelhautrestchen auf den Fingernägeln sein, auch die Reste des Nagelhautentferners sollten abgewaschen werden, bevor es weiter geht.
Auf dem Bild sieht man, welchen Unterschied ein Nagelölpflegestift für zwischendurch macht. Ich trage ihn dann wirklich nur rund um den Nagel auf, auf dem Nagel bewirkt er, dass der Nagellack sich nicht gut lackieren lässt.


5. Nagelform korrigieren (danach wieder Hände waschen)
Es gibt sehr viele verschiedene Nagelformen, momentan gefällt mir diese einfach am besten. Sie ist schnell gefeilt, unkompliziert und alltagstauglich. Der Unterschied ist enorm, alle Nägel sind nun gefeilt und gekürzt, die trockene Nagelhaut zurückgeschoben und hydriert.

6. Unterlack
Darüber, was ein guter Unterlack ist, kann man sich zugegebenermaßen ja streiten. 
Mancher würde keinen härtenden Unterlack nehmen, da die Nägel eben dadurch leichter brechen können. Ich verwende ihn trotzdem, meine Nägel brechen auch sehr selten ab. Ich bin davon überzeugt, dass das Nagelöl den Nagel flexibel hält, aber er durch den Nagelhärter dennoch die benötigte Festigkeit erhält.

Ihr dürft das übrigens gerne anders sehen ;-D










7. Farblack
Ich habe mich für ein sommerliches Pink entschieden (zufällig auch von Rival de Loop, aber jeder Lack jeder Marke wäre passend, Hauptsache er gefällt euch!).
Ich lackiere so, dass ein minimaler Abstand zum Nagelbett sichtbar ist und nach Möglichkeit auch zu den Seiten hin.
Sammelt sich dort der Nagellack, sieht das erstens sehr unschön aus und zweitens splittert der Lack dann schneller.
Ich lasse die erste Schicht immer gut trocknen, bevor ich ein zweite Schicht lackiere und versuche nicht allzu viel Nagellack aufzutragen. Je mehr man hin und her lackiert, desto klumpiger wird es auf dem Nagel.






8. Überlack
Als Überlack würde ich dieses Produkt wirklich nicht empfehlen, bei mir scheint es einfach nicht trocknen zu wollen. 
Der Glanz ist zwar echt schön- aber das war es dann auch.
Echt schade, denn ich mag die Nagellacke und Nagelprodukte von essence total gerne und habe etliche andere schon zu Hause.

Auch der Überlack sollte gut trocknen (was dieser erst nach Stunden bei mir tut, dies kann natürlich auch am heißen Wetter zur Zeit liegen...), denn sonst haut man sich Katscher und Dellen in den Nagellack.
Bedenkt immer, dass ein Überlack den eigentlich schon getrockneten Nagellack immer ein wenig anfeuchtet!



9. Kleine Patzer beseitigen
Manchmal fällt mir hinterher auf, dass ich noch kleine Patzer habe, beispielsweise Nagellack auf der Haut

Man kann natürlich auch ein in Nagellackentferner getränktes Ohrstäbchen verwenden um die Patzer zu beseitigen, dies funktioniert auch sehr gut.
Oder man ist faul (wie ich) und verwendet solche Stifte.
Der klare Nachteil ist allerdings, dass die Spitze ziemlich schnell aussieht wie Hulle, bei jeder Anwendung in der man Nagellack entfernen will, schmiert man sich den alten Lack der noch drauf ist wieder auf die Haut.

Aber für kleine Korrekturen bei  nicht allzu kräftigen Farben kommt der Stift bei mir zum Einsatz.



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