Donnerstag, 21. Februar 2019

Gekauft und lackiert: essence vs OPI vs. Essie vs. Chanel vs. Maybelline [Werbung, unbezahlt, selbst gekauft]

Ein paar der Nagellacke aus dem neuen essence Sortiment sahen nun doch relativ bekannt aus... Also, flott eingepackt, Heim geschleppt und ab damit auf die Nägel zur näheren Betrachtung! Ich sage es direkt vorneweg: alle essence Nagellacke aus dem neuen Sortiment die ich gekauft aber haben eine tolle Qualität und sind wunderschön- allerdings sind es keine Dupes (Duplikate, sprich Produktzwillinge), aber um im Wortspiel zu bleiben: sie sind mit den teuren Nagellacken durchaus verwandt  :-)



Und dies sind die Lacke, die einigen aus meinem Nagellackregal ziemlich ähnlich sehen.



Optisch sieht der essence Nagellack zweien meiner Nagellacke wirklich sehr ähnlich, er scheint nur einen Tick heller zu sein und ein wenig grünlicher.




Der essence Nagellack ist heller als die beiden anderen- aber wirklich nur um eine Nuance. Ich persönlich finde ihn auch viel hübscher als Mint Candy Apple, bzw. so stelle ich mir diesen Essie- Klassiker eigentlich vor, wenn ich an einen minzigen Apfel denke :-)



:-D  *Ohne Worte*, diese beiden für sich jeweils hübschen, khakifarbenen Nagellacke sehen sich nicht einmal im entferntesten ähnlich! Aber es ist dieselbe Farbfamilie.




Aber für sich genommen: beide Lacke sind deckend, cremig im Finish, glänzen sehr schön und sind besonders auffällig und man sieht diese Farbe definitiv nicht so oft. Mir gefällt aber der gedecktere Essienagellack etwas besser.



So... dies ist absolut meine Abteilung, pastelliges Rosa ist für mich eine meiner Frühlingsfarben, es ist daher für mich toll gleich mehrere schöne Alternativen parat zu haben!



Alle drei unterschiedlich, aber der essence Nagellack gefällt mir mit Abstand am allerbesten! 



So,... Altrosa und ich, wir sind <3,  ich liebe Altrosa! Und ich denke auch, dass alle drei Nagellacke sich recht ähnlich sehen, aber essence und Essie mehr noch als der Chanel Nagellack.




Hier sieht man es sehr schön, Essie und essence sind durchaus miteinander verwandt  :-) essence ist einen Tick beeriger, Essie eine Nuance pastelliger. Chanel steht ein bisschen für sich alleine  :-)



Ok,... der Chanel Nagellack passt zwar in die Farbfamilie, aber nicht wirklich zu den beiden Nagellacken.




Auch hier wieder, essence und Essie sind sich sehr ähnlich, essence ist nur einen Hauch aschiger und beeriger  :-)



Mir ist bewusst, dass diese Lacke sehr unterschiedlich sind, hier geht es aber eher um den Trend Kamel, bzw. Karamellfarben  :-)





Der OPI Nagellack ist wunderschön, aber es gibt ihn glaube ich, leider nicht mehr, es war eine limitierte Edition. Der Maybelline Nagellack ist der tragbarste für den Alltag, weil er schön Nude und gedeckt ist  :-)


Abschließend möchte ich euch noch die letzten vier Nagellacke zeigen, die bei mir einziehen durften, es sind zwei von Catrice und zwei von essence.


Eine Farbfamilie mit unterschiedlichen Finishes :-)





Schimmernd, cremig oder perlig, was ist euer liebstes Finish?


Ein wenig bin ich hier wohl eskaliert... aber bei den schönen Farben konnte ich einfach nicht widerstehen!   <3
Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass dies noch nicht alle meine neuesten Nagellackkäufe waren,... aber es sind zumindest die aktuellsten von vor ein paar Tagen  :-)
Der zweite Teil meines Nagellackhauls folgt aber bald!



Kommt euch einer der Lacke bekannt vor? Welchen hättet/ habt ihr euch gekauft??

Sonntag, 17. Februar 2019

Essence Salut Paris Lidschattenpalette [Werbung, unbezahlt, selbst gekauft]

Als ich vor ein paar Tagen im dm war, ist mir diese wunderhübsche, kleine und zierliche Lidschattenpalette aus dem neuen essence Sortiment aufgefallen und hat sofort mein Interesse geweckt.
Ich liebe Rosa/ Altrosa auf dem Auge (auf den Nägeln, auf den Lippen,... auf den Wangen. Kurzum, ich bin ein Altrosa- Fan!), besonders im kleinen, handlichen Format. Wenn ich verreise (und dies werde ich bald tun...) reicht mir eine handliche, kleine Palette mit natürlichen und dezenten Tönen.




So sehen die Lidschatten ja sehr vielversprechend aus, die Swatches waren auf jeden Fall samtig, super pigmentiert und krümelten nicht. Aber Swatches macht man ja mit dem Finger, mit dem Pinsel ist eine ganz andere Abteilung...






Ich werde die Lidschattenpalette weiterhin verwenden, aber zufrieden bin ich mit ihrer Qualität wirklich nicht! Das geht definitiv besser. Beim schminken des Augenmakeups sahen die Pfännchen so aus (und ich bin mit weichen Pinseln hineingegangen ohne viel Druck, eben ganz normal, wie man halt so mit einem Lidschattenpinsel in die Pfännchen geht...)

Das Makeup, welches ich mit dieser Lidschattenpalette geschminkt habe gefällt mir, aber weil ein Schwarz fehlt (oder ein wirklich dunkler Lidschatten) kann man leider keine rauchigen Looks schminken und ist irgendwie... limitiert in den Möglichkeiten.

Für mich ist ein roter Lipgloss sehr ungewöhnlich, ich trage sowas normalerweise wirklich gar nicht.

Aber ich habe zwei Produkte im Rahmen eines Gewinnspielgewinns  (ein Hoch auf die deutsche Sprache!) geschickt bekommen und wollte dieses Produkt unbedingt ausprobieren. 


Aber über die beiden Lipglosse werde ich noch bloggen  :-)











Absolut ungewohnt- ich kann mich nicht wirklich an Rot auf meinen Lippen gewöhnen.



Hier nochmal das ganze Augenmakeup.



Mit dem Pinsel aufgetragen, krümeln alle Lidschatten leider sehr stark, sind recht staubig, allerdings sind sie weiterhin ausreichend pigmentiert und sie lassen sich leicht und schnell aufbauen. Man kann damit ein hübsches Alltagsmakeup schminken, allerdings- warum soll man sich die Arbeit machen? Mit Lidschatten zu arbeiten, die stauben und krümeln macht keinen Spaß, dabei hat essence bewiesen, dass auch günstige Lidschatten absolut samtig und nicht krümelig sein können. Zugegeben, man muss auf dem Foto wirklich genau gucken- aber beim dunkelsten Ton sieht man es immerhin sofort. Und ich bin wirklich nur ganz zart reingegangen mit dem Pinsel...


Was haltet ihr von dieser Lidschattenpalette??


Süße Leckereien, Nachtischideen für besondere Gelegenheiten- Selbstgebackene Windbeutel [Werbung durch YouTubekanal- und Blogverlinkung]


Anmerkung
Ich werde hier keine Mengen anführen, denn im Video und auf dem verlinkten Blog sind die Mengenangaben :) 
Es ist kein Affiliate- Link, das Rezept funktioniert und ist wirklich kinderleicht nach zu backen! Probiert es unbedingt aus  :-)





Zur Abwechslung einmal möchte ich euch heute ein paar Anregungen bieten, wie man Zuhause schnell und sehr einfach köstliches Gebäck selbst herstellen kann. Ich liebe es zu backen und ich hatte regelrecht Heißhunger auf die zuckrigen Kleinigkeiten!




Das Rezept zu den Windbeuteln habe ich von Sallys Tortenwelt, sie ist so unglaublich sympathisch und das Rezept ist kinderleicht! Wenn sogar ich das hinkriege... dann schafft ihr das auch!



Hier ist mein köstliches Backergebnis:



*Schmacht*... Wenn ich das sehe, will ich gleich wieder welche backen  :-)


Mein Making of- Windbeutel selber machen



Egal was ich backe- ich beginne grundsätzlich immer so, dass ich mir alle Zutaten bereits abgewogen/ vorbereitet hinstelle, so ist es viel einfacher und zeitsparender, da man alle Rezeptschritte direkt hintereinanderweg machen kann und nicht unterbrechen muss, weil man mal wieder vergessen hat wo die Küchenwaage ist :-)


1. Den Brandteig herstellen


Zuerst gibt man Wasser und Butter (man kann auch Margarine nehmen) in einen Topf und erhitzt das Wasser, bis sich die Butter komplett aufgelöst hat.




Dann kommt in einem Schwung das Mehl hinein, also schnell rühren, damit die Masse nicht anbrennt und nur ein unförmiger, trauriger Klumpen entsteht.

Sehr wichtig: das Abbrennen des Teiges!



Der Teig muss unbedingt abgebrannt ( deswegen heißt das Zeug auch BRANDteig) werden, sonst geht er nämlich nicht auf und eure Windbeutel bleiben traurige kleine Kleckse. Dafür im heißen Topf einfach immer weiter den Teigklumpen in Bewegung halten. 
Dabei bildet sich eine Schicht im Topf, dann macht ihr es genau richtig. Diese Schicht bleibt im Topf, die soll nicht in den Teig eingearbeitet werden.


2. Den noch heißen Teig in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

Das ist wichtig, denn gleich rühren wir die Eier ein, sonst würde das Ei Stocken und ihr hättet Rührei in eurem Teig- alleine bei der Vorstellung läuft es mir kalt den Rücken runter!


3. Nach und nach die Eier hinzugeben.



Ist der Teig abgekühlt und bestenfalls nur noch lauwarm, kommen nacheinander die Eier hinein. Es ist Zeit für das nächste Ei, wenn das Vorgänger-Ei komplett in den Teig eingearbeitet ist.

Ich kann euch an dieser Stelle sagen: es sieht tatsächlich so aus, als wenn Ei und Teig niemals zueinander finden würden, das Ei scheint sich einfach nicht mit dem Teig verbinden zu wollen. Sally sagt es, es ist anfangs tatsächlich verunsichernd. Aber doch: mit Muskelkraft (oder einem Mixer...) dauert es ein paar Minuten und der Teig heißt das Ei in seiner Mitte willkommen.


5. Der Teig ist fertig!



Der Teig sollte glänzen, homogen sein und langsam vom Rührlöffel gleiten, jedoch nicht fließen! Er soll zwar in Bewegung sein, aber nicht flüssig sein. Ist euer Teig zu fest, könnt ihr einfach noch ein Ei hineingeben.
Nun könnt ihr auch den Backofen vorheizen.


6. Ab in den Spritzbeutel!


Nun spritzt ihr ca. 6-12 gleichgroße (oder 24 kleine) Häufchen auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech. Denkt daran, dass ihr Abstand lasst, da das Gebäck aufgeht.
Ich bestreiche mein Gebäck mit Wasser, so wie Sally es im Video vorschlägt.



20min später sind aus den traurigen kleinen, flachen Klecksen stattliche, hochgewachsene Windbeutel mit goldbraunem Deckelchen geworden  :-) *Magisch*

Ist die Lochtülle größer als meine, sind die Windbeutel später auch größer und voluminöser. Ich habe eine eigentlich doch etwas zu kleine Lochtülle genommen, daher sind meine Windbeutel etwas flacher, aber so lassen sie sich besser essen.


7. Aufschneiden und komplett auskühlen lassen.



Nach dem Backen lasse ich das Gebäck ein wenig ausdampfen, bevor ich es vorsichtig aufschneide und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lasse.



Ich habe mir abgewöhnt das Gebäck vollständig durchzuschneiden. So lässt es sich später kompakter essen und ich muss nicht erst überlegen, welche zwei Teile zusammengehören.


8. Zeit für die sahnige Füllung  <3

Aus dem Kühlschrank kommende Schlagsahne, Vanillezucker, die Zitronenschale und Sahnesteif zu einer köstlichen, fluffigen Füllung schlagen. Vorsicht: nicht zu lange, sonst habt ihr Butter...


9. Füllen, dekorieren... und genießen!

Die Sahnefüllung gebe ich in einen sauberen Spritzbeutel, fülle die Windbeutel, klappe sie zu und bestreue sie mit Puderzucker. Man kann auch Schokolade schmelzen und über die Windbeutel träufeln  :-)

Alternativ könnt ihr euer Gebäck auch mit Fruchtsahne füllen (wie Sally), oder mit einer sahnigen Puddingcreme. Buttercreme finde ich persönlich zu reichhaltig und auch zu fest. Tortencreme funktioniert ebenfalls sehr gut  :-)


Übrigens kann man aus demselben Brandteig auch kleine Windbeutel backen, auch sie brauchen im Ofen nur 20min, bis sie fertig sind. Die leeren UNGEFÜLLTEN Windbeutel lassen sich übrigens auch super einfrieren  :-) 
Mit Sahne gefüllt würde ich sie allerdings nicht einfrieren.




Ich hoffe ihr fandet meine kleine Exkursion in die Welt des Backens interessant  :-) Gerne zeige ich euch noch weitere "Umsetzungen" von Rezepten, die ich so ausprobiert habe, oder die sich bei mir bewährt haben, falls ihr Interesse habt.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Meine liebsten Gesichtsmasken aus der Drogerie [Werbung, unbezahlt, selbst gekauft]

Ich kaufe meine Gesichtsmasken am liebsten in der Drogerie. Dabei vertrage ich am besten die Gesichtsmasken der Firma Schaebens- ich habe bisher noch nie allergisch reagiert  :-)


Die Thalasso Maske mit Algen ist genau das, was der Wirkstoff Algen andeutet: grün. Sie hat eine leichte, cremige Konsistenz, ist sehr pflegend und duftet überhaupt nicht fischig oder muffig. Sie duftet leicht und frisch, hinterher ist die Haut toll durchfeuchtet. Sie lässt sich ebenso leicht verteilen, wie sie sich wieder runterwaschen lässt. 

Die Schoko Maske kann man sogar essen, wenn man das möchte, es sind nur Inhaltsstoffe enthalten, die Lebensmittelqualität haben. Ob man nun in der Wanne liegt und von seinem Gesicht naschen möchte- na, ich weiß ja nicht  :-D   Jedenfalls hat die Maske eine dicke, zähe Konsistenz wie Ganache, duftet herrlich lecker nach Schokolade und hinterher ist die Haut schön weich. Ich denke, diese Maske besticht eher durch den köstlichen Schokoladenduft, als durch eine besonders intensive Pflegewirkung, aber sie erfüllt ihren Zweck. Insgesamt kaufe ich sie gerne.

Die Hyaluron Maske habe ich verwendet, wenn meine Haut müde, abgeschlagen und besonders pflegebedürftig war. Heute verwende ich sie allerdings nicht mehr, denn es sind gleich zwei Wirkstoffe enthalten, die ich absolut nicht mehr verwende- Sheabutter und Macadamiaöl. Aber ich kann sie euch wegen ihrer Pflegewirkung absolut ans Herz legen, sofern ihr keine Nussallergie habt.



Die Deep Pore Cleansing Peel off Maske ist echt super- sie entfernt zuverlässig kleinere Unreinheiten und klärt und erfrischt das Hautbild. Es ist keine von diesen krassen, schwarzen Masken die scheinbar alles aus der Haut ziehen, aber es zwickt bei mir schon ordentlich. Also muss man aufpassen, dass man Partien mit Gesichtshärchen weitestgehend auslässt.

Die Reinigende Maske wird sowohl von meinem Freund, als auch von mir seit Jahren voller Begeisterung gekauft und wir sind absolut von ihrer Reinigungswirkung überzeugt. Wenn man sie regelmäßig verwendet, trägt sie tatsächlich dazu bei, dass sich das Hautbild klärt. Bei uns zumindest  funktioniert sie tadellos  :-)

Falls Ihr die Chai Tea Vanilla Maske noch irgendwo seht- probiert sie unbedingt mal aus! Ich trinke sehr gerne Chai, besonders die Pulvergetränke, die man mit heißem Wasser aufbrüht. Dieser warme, cremige und behagliche Duft umhüllt einen, die Maske pflegt zudem noch passabel  :-)


Dies waren sechs meiner liebsten Gesichtsmasken, ich bin absolut begeistert von Gesichtsmasken und verwende sie regelmäßig als festen Bestandteil meiner Gesichtspflegeroutine. Ich entferne sie mit einem angefeuchteten Gesichtsschwämmchen, dies funktioniert super, ist sanft, gründlich und zudem peelt der Schwamm auch ganz sanft.



Welche Gesichtsmasken aus der Drogerie mögt ihr besonders gerne?


Dienstag, 12. Februar 2019

Mein persönlicher Geburtsbericht und was ich gerne VOR der Geburt gewusst hätte

Anmerkung

Wie ihr lesen könnt, ist dieser Post sehr persönlich und komplett außerhalb der Reihe meiner sonstigen Posts. Normalerweise schreibe ich über Beauty, Kosmetik & Co., falls dir dieser Post thematisch also leider nicht zusagt, dann hoffe ich, wir lesen uns im nächsten Post  :-)
Mein Sohn ist nun fast sechs Monate alt, ich denke ab und an noch immer an seine "Geburt" zurück, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Viele von euch waren zudem relativ interessiert an meinen Erfahrungen  :-)



Wir lieben unseren kleinen Wonneproppen von ganzem Herzen und er ist unser größtes Glück!




Ich war in der 38. Schwangerschaftswoche, als ich an einem Freitag den 17.08.2018 einen Termin bei meiner Versicherung hatte. Mein Freund war mit dabei, ich wollte mein Anliegen klären, denn wenn das Baby da wäre, wäre dazu lange kaum Zeit.
Der Termin lief für mich nicht gut, hat mich so aufgeregt, dass ich abends immer noch sehr aufgebracht war und Migräne bekam.

Nachts um drei Uhr morgens hatte ich plötzlich Übelkeit, ein heftiges Ziehen im Unterleib- ging es schon los? Ich war doch erst für den 30.08. ausgerechnet... Aber ich konnte noch weiter schlafen.
Gegen 10Uhr morgens war es dann klar: Ja, irgendwie passiert da was. Erkennt man übrigens daran, dass man den Schmerz nicht wegatmen kann, man während so einem Krampf auch nichts Anderes mehr machen oder sagen kann und es auch in einer heißen Badewanne nicht besser wird.

Glücklicherweise war zumindest meine Krankenhaustasche gepackt, ich habe nach dem Baden schnell ein sehr bequemes und elastisches schwarzes Kleid (für den Kreißsaal) angezogen und wir sind entspannt und voller Vorfreude losgefahren.




Ca. 30min später waren wir im Krankenhaus, wo ich zunächst ans CTG gekommen bin (an den Wehenschreiber). Weitere 20min später verkündet mir eine junge Hebamme, dass sie nicht sicher ist, ob ich tatsächlich schon Wehen habe.
 Gegen halb eins Mittags werde ich also mit einem Schmerzmittel wieder Heim geschickt, denn "wenn das Schmerzmittel wirkt, kommen die Wehen entweder RICHTIG heftig, oder gehen ganz weg, dann waren es keine richtigen Wehen."

Ok. Gegen zwei Uhr mittags ist klar: Mutter Gottes, das tut unglaublich weh, ich kann kaum noch stehen, mein ganzer Bauch krampft und zu den gefühlten 30 Grad draußen läuft bei mir der Schweiß, meine noch andauernde Migräne macht mich fertig und gegessen habe ich seit dem Vortag abends nichts mehr.
Da wir aber gar nicht auf den Kreißsaal vorbereitet sind (kein Essen, Getränke etc.), schicke ich meinen Freund erstmal einkaufen (was wir eigentlich heute machen wollten, haha...), denn es kann ja bekanntlich Stunden dauern, bis es WIRKLICH losgeht.
Noch während er unterwegs ist, kann ich ein paar Minuten erschöpft schlafen, aber werde dann mit definitiven Wehen wach.
Ich rufe wieder im Kreißsaal an, mein Freund kommt vom einkaufen (und tanken),wir fahren ins Krankenhaus.





Diesmal ist ein CTG gar nicht mehr nötig um zu entscheiden ob ich Wehen habe, ich komme direkt in den Kreißsaal und werde zur Überwachung der Geburt ans CTG angeschlossen. Der Muttermund ist gut ein Drittel geöffnet, es geht tatsächlich los..


In meinem Kopf waren Bilder eines Kreißsaals, einer Geburt, bei der ich mich bewege, Wehen, die ich wie im Film veratmen kann. Ein inniges, schönes und intensives Erlebnis, mein Freund, der mich hält und eine schnelle Geburt.




Tatsächlich überwältigt mich dieser immense Schmerz komplett. Wie Frauen behaupten können, sie hätten unter der Geburt keine Schmerzen- ?????????  glaube ich keine Sekunde. 
Das kann man nicht wegatmen oder ignorieren. Und vergessen übrigens auch nicht. Ich zumindest nicht.

Im Geburtsvorbereitungskurs sagte man uns, ich müsste mich bewegen, würde die Geburtspositionen wechseln können- in meinem Krankenhaus war dies leider noch nicht angekommen. 
Ich war am Dauer-CTG und damit ans Geburtsbett gefesselt. Ich musste im Liegen die unglaublichen Schmerzen aushalten. 

An dieser Stelle: verabschiedet euch von dem Gedanken, dass im Krankenhaus eine Hebamme permanent für euch da ist- die Dame ist, wenn sie Pech hat alleine für 4-5 andere Geburten zuständig und bei euch vielleicht ein bis zweimal in der Stunde.

Mein Freund ist die ganze Zeit mit dabei, versucht mich so gut zu unterstützen wie es geht, die Hebamme betont: "Eine Geburt ist eine Grenzerfahrung!"  Amen Schwester!





Auf der ganzen Station sind zwei Hebammen, meine kommt vielleicht einmal in der Stunde vorbei für ein paar Minuten und geht dann wieder zu einer anderen Frau. Mit mir entbinden an diesem 18.08.2018 noch weitere Frauen.
Ich bekomme Lachgas, bis die Ärztin für die PDA kommt. Die PDA wirkt später schnell und dann- nichts.

Meine Wehen sind schlagartig weg, die Hebamme nennt das "Geburtsstillstand". Nicht gerade das, was man nach Stunden der Schmerzen hören will. Mein Freund ist auch ratlos, wie es denn nun weiter geht. 
Ich kann mich zumindest etwas erholen, schlafe ein paar Minuten und trinke etwas. Die Wehen bleiben verschwunden oder höchstens sehr schwach. Mittlerweile ist es 21Uhr abends, die Frauenärztin kommt und untersucht mich.

Hier sind wir alle verwundert: Die Hebamme hat keinen Ultraschall gemacht, sie kann der Ärztin nicht sagen, wie das Baby liegt und wie weit die Geburt nun vorangeschritten ist.

Im Raum ist nun eine zweite Ärztin und eine zweite Hebamme (Schichtwechsel anscheinend), also mit meinem Freund und mir nun sechs Personen.

Eine der Ärztinnen meint, ich hätte nur noch schwache Wehen, aber bei jeder Wehe würden die Herztöne meines Babys kurz schwächer. Dies könnte auf Stress hindeuten, muss aber nicht. Nach einigen Maßnahmen um die Geburt voranzutreiben- wobei diese allerdings erfolglos blieben- wurde ein Kaiserschnitt vorgeschlagen und als notwendig dargestellt. Die Ärztinnen waren nicht aufgeregt oder panisch, sondern ruhig und sachlich. Somit war es kein Notkaiserschnitt, sondern ein Wunschkaiserschnitt unsererseits.

An der Stelle mein Tipp, so, wie wir es auch gemacht haben: Redet vorher über die Möglichkeit eines Kaiserschnitts und wie ihr dazu steht. Für uns war klar: ist er nötig, machen wir ihn. 
Und redet mit eurer Begleitperson, was ihr wollt, denn wenn ihr völlig benebelt etwas unterschreiben müsst, sollte jemand dabei sein, der weiß ob ihr das überhaupt wollt oder nicht.

Die Vorbereitung auf die Bauch-Op geht relativ flott, die PDA sitzt und mein Freund darf auch rein. Dann geht es recht zackig (aber entspannt, das sagt mir, dass es wirklich keine Notsituation war, das Krankenhauspersonal ist lieb und freundlich, erklärt mir genau, was gleich passiert und weist meinen Freund an, "nur nicht hinter den Vorhang zu gucken".    :-D

Es zieht kurz, ruckelt...





... und dann ist mein kleiner Matthias auch schon da und schreit! 

Das kleine Würmchen ist 49cm groß und wiegt 2970g, ein kleiner Mini. Er ist ganz sauber und beruhigt sich wirklich sofort, als mein Freund ihn zu halten bekommt. Wir sind überglücklich!
Ich gebe diesem kleinen wimmernden Bündelchen einen Kuss auf die Stirn, er schnuppert, schmatzt und ist direkt still, als er meine Stimme hört. Dann wird er weggebracht, mein Freund geht mit und ich werde ca. 20min zugenäht und versorgt.

Ich hatte erwartet, dass mein Baby mir auf die Brust gelegt wird. In diesem Krankenhaus nicht, da darf bei einem Kaiserschnitt der Daddy bonden (Bonding, Körperkontakt, Haut an Haut kuscheln), während die Mutter zunächst versorgt wird. Ich durfte ihn nur kurz sehen.

Mein persönlicher Schock kam allerdings noch: Ich war wie gesagt völlig erschöpft, mein Freund wollte mir unseren Kleinen im Zimmer in den Arm legen, aber eine der Hebammen war nicht einverstanden. Sie meinte, das wäre "too much". Ich soll ihn erstmal nicht nehmen.

Als sie aus dem Zimmer ging, hat mein Freund mir unseren Kleinen dennoch in den Arm gelegt- die Hebamme guckte sauer, als sie wieder kam, sagte aber nichts. 

Erst im Laufe des nächsten Tages war ich so weit halbwegs fit, dass ich ihn auch offiziell halten durfte und ihn auch versuchen konnte zu stillen. 





Jede Frau kann stillen. Ganz klar ein Mythos. Nicht jede Frau kann es, bei mir war es sehr schwierig, aber da gehe ich nicht allzu sehr ins Detail  :-)

Klar hat man Mehraufwand und auch zusätzliche Kosten, wenn man ein Fläschchen gibt, allerdings: ich habe stillende Mütter im Rückbildungskurs erlebt. Während ich entspannt das Fläschchen gegeben habe und Matthias sich satt getrunken hat, hatten die Mütter ALLE Probleme damit ihr Baby korrekt anzulegen, das Baby hat gebrüllt wie am Spieß, dann musste mittendrin die Seite gewechselt werden und das ganze Spiel ging von vorne los. Zwischendurch haben die Mäuschen sich noch übergeben- nah. Matthias schmatzte zufrieden, machte Bäuerchen und spielte mit seinen Fingern, während die anderen Babies noch brüllten und die Mütter immer gestresster wurden.
Stillen geht meist nicht sofort, eine Stillbeziehung muss sich erst einpendeln und entwickeln, das Baby muss erst lernen, wie es an der Brust trinkt, die Mutter muss lernen, wie sie es korrekt anlegt.  Das braucht eben Zeit. Oft klappt es ohne Probleme, aber manchmal eben auch nicht.

Ich mein ja nur. 

Wenn ein Baby einmal eine Flasche bekommen hat kann es passieren, dass es die Brust eben nicht mehr möchte. Wenn das Stillen aber klappt, ist es ein wunderschönes Erlebnis.


Das Baby schreit und schreit... ja, das tut es. Es kann ja nicht sprechen um sein Bedürfnis mitzuteilen. Eine Hebamme meinte, man kann ein Baby ganz am Anfang nicht verwöhnen, Babys gehören auf den Arm und wollen getragen werden. Oh ja,... das wollen sie in der Tat!
Seit ein paar Monaten hat sich das wirklich normalisiert, unser Mäuschen will nicht mehr ständig auf den Arm. Er wiegt mittlerweile 6kg, das ist ganz schön schwer.
Und ja, man kann ein Baby verwöhnen! Lasst euch das bloß nicht von einer Hebamme sagen, denn die Babies merken schnell, welchen Knopf sie bei euch drücken müssen, damit ihr Bedürfnis erfüllt wird. Wobei ich hier nochmals betone: was sollen sie denn anderes tun, sie können sich ja auch nicht anders verständlich machen. Also einfach annehmen, wenn es mal anstrengend ist, denn das Baby denkt sich wirklich nichts Böses dabei. Und das Baby weiß ja nicht, dass es nicht verhungert- aber es fühlt sich so. Oder es fühlt sich verlassen, hat Angst, friert. Weinen ist eine Äußerung der elementarsten Bedürfnisse, wir haben nie und werden auch nie unser Kind schreien lassen, wenn es uns braucht.


Alles ist eitel Sonnenschein...
Es ist schade, dass viele nicht wissen, dass in den Geburtsvorbereitungskursen selten realistisch erzählt wird, wie eine Geburt abläuft. Dies hängt natürlich von der Hebamme ab und von der allgemeingültigen Ansicht, dass man werdende Mütter und Väter nicht verschrecken will. Dadurch entstehen aber Bilder im Kopf, die keine Abweichungen von einem Idealplan zulassen.


Baby da- wieder schlank!... HA!! HAHA!! Nein. 
Ein Baby braucht 40 Wochen, bis es da ist. Und mindestens genauso lange benötigt der Körper wieder um sich von einer Schwangerschaft zu erholen. Ihr werdet also noch sehr lange eure Umstandkleidung tragen.
Direkt unmittelbar nach der Geburt ist frau ca. 6kg los, diese setzen sich zusammen aus Baby, Fruchtwasser, Plazenta, Blut und Nabelschnur.


Kaiserschnitt... 
Die Kaiserschnittnarbe ist wirklich klein, aber alles ist noch wahnsinnig lange sehr druck- und schmerzempfindlich. 


Baby raus... was macht der Körper?
Das Baby wiegt was,  die Organe verschieben sich um Platz für das kleine Lebewesen zu schaffen. Ist das Baby raus, spielen eure Organe erstmal Reise nach Jerusalem  :-D 
Es fühlte sich für mich immer so an, dass mein Innerstes bei jeder Bewegung eine Etage hinunterrutschte. Daran gewöhnt man sich aber flott.



Wisst bitte: Jede Geburt ist anders, jedes Baby ist anders. Unser Schatz ist wohlauf, schläft mittlerweile durch, hat keine Koliken und ist freundlich, gut gelaunt und einfach nur zuckersüß und unser ganzes Glück  <3 
Ich hoffe, ihr fandet meinen kleinen Geburtsbericht interessant :-)


Übrigens noch ein Tipp meinerseits: googelt nicht nach Horrorstorys, ihr bekommt nur Albträume, werdet vielleicht verunsichert und könntet Ängste entwickeln. Sprecht mit eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt oder lest in Schwangerschaftsbüchern nach, das ist besser. 
Natürlich gibt es noch mehr rund um Schwangerschaft und Geburt, was meinem Schatz und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Falls es euch interessiert, kann ich ja noch einen zweiten Teil schreiben, in dem ich auf eure Fragen eingehe so weit es mir möglich ist  :-)